Kategorie: Success Story
Lesedauer:

Etwas Neues zu wagen, motiviert uns!

Hoch spezialisiert zu sein und mit Stolz anspruchsvolle Präzisionsteile und Baugruppen für ihre Kunden zu fertigen: Das sind nur zwei der Stärken der Wymed AG im schweizerischen Freienstein-Teufen. Zu ihren Kunden zählen renommierte Unternehmen aus der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie, der Uhrenindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt. Insbesondere im Bereich orthopädischer Produkte ist Wymed ein führender Hersteller von Implantaten und Instrumenten höchster Qualität. Als einer der ersten Anwender setzt Wymed das neue EROWA Vise Power Clamp (VPC) Spannsystem in einem vollständig automatisierten Produktionsprozess ein.

Hohe Anforderungen

«Wir stellen hohe Anforderungen an uns selbst und an unsere Fertigungsprozesse. Die Herstellung komplexer und anspruchsvoller Bauteile sowie die Akquisition neuer Produkte motivieren und fordern uns. Wir bieten unseren Kunden massgeschneiderte Lösungen zum bestmöglichen Preis. Und genau dabei unterstützen uns die Produkte von EROWA in hohem Masse», erklärt Michael Fallegger, Leiter der Abteilung CNC-Fräsen bei Wymed.

Ständige Herausforderungen

«Wie die gesamte Branche ist auch Wymed mit steigenden Materialpreisen, der Verfügbarkeit von Rohmaterialien, den Energiekosten, der Digitalisierung und dem anhaltenden Fachkräftemangel konfrontiert. Um diese Herausforderungen zu meistern und die Produktionsqualität sowie den Output mit dem bestehenden Personalbestand kontinuierlich zu optimieren und sogar zu steigern, ist es für uns unverzichtbar, unsere Werkzeugmaschinen automatisiert und mit vollständiger Prozesssicherheit zu betreiben», erklärt Michael Fallegger.

Die (EROWA) Lösung

«Der Kontakt zu EROWA kam 2021 über DMG MORI zustande», berichtet Bernhard Steiger, Key Account Manager bei EROWA. Seit Beginn der Partnerschaft mit EROWA betreut und begleitet er Wymed.

Um die bestehenden Produktionsprozesse zu optimieren und Kapazitäten für neue Aufträge zu schaffen, entschied sich Wymed, in geeignete neue Fräsmaschinen und die dazugehörige Peripherie zu investieren. Nach eingehenden Recherchen fiel die Wahl auf DMP 70 Vertikalfräsmaschinen von DMG MORI in Kombination mit EROWA Robot Compact 80 Robotern. Insbesondere die kompakte Bauweise der EROWA Handlingsysteme erwies sich angesichts der vorhandenen Platzverhältnisse als äusserst hilfreich. So passen jeweils zwei DMP 70 mit einem dazwischen angeordneten Robot Compact 80 perfekt zwischen die Betonstützen in der Produktionshalle.

Seit Kurzem sind auch die Maschinentische der DMP 70 mit dem EROWA VPC Spannsystem der Systemgrösse 52 ausgestattet. «Und gerade dieses Werkstückspannsystem bietet uns zahlreiche Vorteile», erklärt Michael Fallegger. Mit dem VPC Spannsystem als präziser Schnittstelle zwischen Maschine und Werkstück können die eingesetzten Werkstückträger automatisch und hochpräzise auf der Maschine positioniert werden. Die Werkstückträger sind mit vier VPC Spannzapfen ausgestattet. Die geschliffenen Funktionsflächen der Spannzapfen gewährleisten ein zuverlässiges Einzugsverhalten im VPC Futter und damit eine störungsfreie Automation.

«Diese hohe Prozesssicherheit ist für uns unverzichtbar. Ohne sie würden wir bares Geld verlieren. Im Hinblick auf die validierten Produktionsprozesse in der Medizintechnik können wir einzelne Fertigungsschritte nicht einfach so anpassen. Die automatisierte Produktion muss zuverlässig und sicher laufen – und genau das gewährleistet VPC», ergänzt Fallegger.

«Ohne das VPC Spannsystem könnten wir nicht so präzise und sicher arbeiten wie heute.»

Michael Fallegger, Leiter der Abteilung CNC-Fräsen bei Wymed

Stabile Spannung

Michael Fallegger nennt zahlreiche weitere Vorteile: «Das gesamte System ist sehr stabil. Besonders bei der Bearbeitung von Titan stellen wir fest, wie belastbar die vier Spannzapfen sind. Man kann es auch hören – es ist weniger laut. Zudem bleibt uns dank der niedrigen Bauweise mehr Platz für die zu bearbeitenden Werkstücke, und wir können unsere vorhandenen Betriebsmittel einfacher integrieren. Zusammenfassend müssen wir sagen, dass wir ohne das VPC Spannsystem keinesfalls so präzise und zuverlässig arbeiten könnten wie heute.»

Die multiflexible Produktionszelle

Michael Fallegger präsentiert stolz die jüngste Erweiterung des Maschinenparks: eine DMU 40 eVo von DMG MORI, die von einem EROWA Robot Compact 80 mit einem zusätzlichen dritten Magazin für mehr Palettenkapazität beladen wird. Auch hier wurde der begrenzte Platz optimal genutzt, um die Produktivität zu steigern und gleichzeitig das Teilespektrum zu erweitern. Die Basis auf dem Maschinentisch bildet das MTS Spannsystem mit einem Rastermass von 160 mm und Luftdurchführung. Die Werkstückträger werden über MTS-VPC Adapterpaletten mit Rastermassen von 52 und 96 mm in das System integriert. Dadurch wird die Teilevielfalt auf der DMU 40 eVo in ausserordentlichem Masse erhöht, denn sowohl grosse als auch kleine Werkstücke können automatisiert auf derselben Maschine bearbeitet werden.

Standardisiertes Prozessleitsystem

Die neuen Maschinen und ihre Handlingsysteme werden direkt über das vollständig in den Produktionsprozess integrierte Prozessleitsystem EROWA JMS 4.0 gesteuert. Fallegger unterstreicht die Bedeutung des JMS im Betrieb: «Das Prozessleitsystem ist für uns sehr wichtig; es steuert die Maschinen. Es unterstützt uns dabei, sämtliche anfallenden Produktionsdaten zu verwalten, Aufträge zu planen und die Produktion effizient zu gestalten. Die Software ist intuitiv und benutzerfreundlich. Jeder unserer Mitarbeitenden hat die App auf dem Mobiltelefon und kann dadurch jederzeit den Status der Maschinen überprüfen. Es funktioniert einfach – und genau das wollen wir.»

Erfolgreiche Zusammenarbeit für die Zukunft

Michael Fallegger ist von der Modularität der EROWA Produkte beeindruckt: «Die Vielfalt von EROWA hat uns überzeugt. Viel Automation auf kleinem Raum, ein hochmodularer Aufbau, jederzeit erweiterbar, und höchste Prozesssicherheit im gesamten System – genau das brauchen wir. Unsere Produktion ist ebenso vielfältig wie anspruchsvoll und reicht von einem Hüftimplantat bis hin zu winzigen Werkstücken von nur wenigen Millimetern.»

Für 2025 plant die Wymed AG eine bedeutende Erweiterung ihrer Kapazitäten. Ein Neubau mit einer doppelt so grossen Produktionsfläche wie heute soll den Weg für das zukünftige Wachstum ebnen. «Und auch dort werden wir wieder mit EROWA zusammenarbeiten», freut sich Michael Fallegger.