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Die Komax Gruppe, mit Hauptsitz im schweizerischen Dierikon LU, bietet Produkte im Bereich der automatisierten Kabelverarbeitung sowie für die Prüfung von Kabelsätzen an. In der „in house“ Fertigung setzen sie auf Automation und höchste Prozesssicherheit.
Bei den Maschinen der Komax Gruppe stehen Prozesse wie das Messen, Schneiden, Abisolieren, Kontaktieren und Bandagieren von Kabeln sowie das Bestücken von Steckergehäusen im Vordergrund. Standardmodelle und kundenspezifische Anlagen wie Abisoliermaschinen und Crimpvollautomaten werden ergänzt mit einem umfangreichen Angebot an Qualitätssicherungsmodulen und Vernetzungslösungen für die sichere und effiziente Produktion von Kabelsätzen. Zudem produziert die Komax Gruppe Systeme für die Prüfung von Kabelsätzen. Rund ¾ des Umsatzes erzielt die Komax Gruppe mit Kunden aus der Automobilindustrie. Und in dieser Branche findet gegenwärtig ein gewaltiger Umbruch statt: Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren sind Megatrends und verlangen nach immer komplexeren Lösungen der Verkabelungen und somit nach Produkten der Komax Gruppe.
Durch kontinuierliche Weiterentwicklung und enge Zusammenarbeit mit ihren Kunden und Partnern strebt die Komax Gruppe danach, die automatisierte Kabelverarbeitung zu optimieren und zu verbessern. Das spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit mit EROWA wider. «Die Überzeugung, dass stetige Innovation die beste Lösung für zukünftige Anforderungen ist, verbindet die beiden innovativen Schweizer Unternehmen», erläutert Alois Bättig, Verkaufsleiter EROWA Schweiz.
Als Markt- und Technologieführerin hat die Komax Gruppe hohe Ansprüche an die eigenen Produkte – und verfügt deshalb über eine interne Fertigung. «Das ermöglicht uns, schnell auf stetig ändernde Herausforderungen zu reagieren. Denn durch die Erweiterung des Produktsortiments produzieren wir immer wieder neue Teile. Aber auch die Digitalisierung rund um die Fertigung stellt uns vor neue Aufgaben. Wir sind überzeugt, dass hier die automatisierte Fertigung grosse Vorteile bietet: Was wir heute produzieren, verarbeiten wir nächste Woche, ohne grosse Lagerkosten», erklärt Christian Schärer, Director Mechanical Manufacturing bei Komax in der Schweiz. Diese Flexibilität bedeutet auch, dass die Produktion 100% laufen muss. «Die Prozesssicherheit ist bei uns oberstes Gebot. Fehler können wir uns nicht leisten. Und da verlassen wir uns schon seit Jahrzehnten auf EROWA – dies partnerschaftlich und mit grossem Erfolg», führt Christian Schärer weiter aus.
1998 wurden bei Komax die ersten Fräsmaschinen mit den EROWA UPC- und ITS 148 Werkstück-Spannsystemen ausgestattet, der erste EROWA Roboter wurde im Jahre 2000 in Betrieb genommen. Seither kamen weitere Handling- Geräte, wie der EROWA Robot Multi an einer Mikron HSM 600 U, ein EROWA Robot Compact an einer Geibel und Hotz FS 640 sowie das EROWA Prozessleitsystem JMS 4.0 ProductionLine hinzu.
2022 folgte schliesslich der erste Schritt, um die in die Jahre gekommene Mikron Anlage zu ersetzen. «Wir definierten klare Anforderungen an die neue Fertigungszelle und unser Ziel war es, die gemachten Erfahrungen und Vorteile aus den laufenden Prozessen auf den bestehenden Anlagen zu übernehmen, um diese in die neue Zelle zu integrieren und weiter zu optimieren»:
Investiert wurde in ein Heller HF 3500 5-Achs Bearbeitungscenter sowie in einen EROWA Robot Dynamic 500 Linear (auf 9 Metern Schiene mit 91 Magazinplätzen). Gewechselt werden mit dem Roboter Maschinenpaletten, oder über Adapterpaletten MTS 400 Paletten und ITS 148 Paletten. Für die Steuerung und den Datentransfer wird die neue Fertigungszelle mit dem EROWA JMS 4.0 Prozessleitsystem unterstützt.
Dadurch, dass die JMS 4.0 Software bereits bei der Mikron Fräsmaschine und an einer Geibel & Hotz seit Jahren im Einsatz war, finden sich die Mitarbeitenden problemlos mit dem Bedienen des Prozessleitsystems zurecht. Schärer ergänzt: «Die Software hilft uns sehr, alle Fertigungsdaten zu organisieren und unter Kontrolle zu halten. Die Bedienung ist sehr intuitiv.» Verarbeitet wird hauptsächlich Stahl und Aluminium, bestehende Fertigungsaufträge werden laufend neu programmiert und optimiert. Die Losgrössen rangieren zwischen 5 und 100 Stück und die Teilegrössen zwischen 50 x 50 x 50 mm und bis zu 300 x 250 x 110 mm. «Grosse Werkstücke und Spannvorrichtungen befestigen wir auf MTS-Paletten. Kleinere Werkstücke palettisieren wir auf dem EROWA ITS 148 System. Mit der Verwendung von Adapterpaletten werden diese Werkstückträger durchgängig in das System integriert. So halten wir die Umrüstzeiten auf einem Minimum», so Christian Schärer.
Produktivität steigern, bei sehr hoher Qualität
Nach der Detailplanung wurde die neue Fertigungsanlage im Oktober 2022 in Betrieb genommen. Und man ist auf bestem Weg, die geforderten Ziele sogar zu übertreffen. Die Automation ist bereit für einen 24/7 Betrieb. «Die EROWA Spannsysteme und das Palettisieren der Werkstücke sind ausschlaggebend, um die Flexibilität in der Automation zu gewährleisten und zu optimieren - um so die Produktivität zu steigern und die sehr hohen Qualitätsansprüche von Komax beizubehalten», führt Schärer aus.
Herausforderungen gemeinsam meistern
Die digitale Vernetzung der gesamten Fertigung, des gesamten Unternehmens stellt eine grosse Herausforderung dar. «Wir sind überzeugt, dass es nur digital und automatisiert geht – aber natürlich ist das nicht immer einfach», führt Schärer aus, «Innovative und langjährige Partner helfen uns dabei, die richtigen Lösungen für die entsprechenden Herausforderungen zu finden». Da profitiert Komax von EROWA – und umgekehrt. Im Oktober 2023 wurde die Anlage mit einer zweiten Heller Maschine und Verlängerung der Roboterschiene mit zusätzlichen Magazinplätzen und Beladestation erweitert. «Wir freuen uns schon darauf, dass der ERD 500 dann noch besser ausgelastet ist – er ist ja zum Arbeiten hier», fügt Schärer grinsend hinzu. Zukünftig ist jedoch klar, dass Komax weiterhin kontinuierlich in die eigene automatisierte Fertigung investieren wird. «Denn die Zukunft ist automatisiert», ist Christian Schärer überzeugt.