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Der Einstieg in die CNC-Automation ist für viele Fertigungsbetriebe ein entscheidender Schritt, um steigende Auftragsvolumen, Fachkräftemangel und wachsende Qualitätsanforderungen zu bewältigen. RZ OLDA Innovation AB aus Schweden stand genau vor dieser Herausforderung. Mit der Einführung von zwei automatisierten 5-Achs-Bearbeitungszentren, dem EROWA Robot Compact 80, standardisierten Spannsystemen und dem JMS Prozessleitsystem gelang der erfolgreiche Einstieg in eine flexible, zukunftssichere Fertigung. Die Erfahrungen zeigen, dass nachhaltige Automation nicht beim Roboter beginnt, sondern bei durchgängigen Prozessen.
Volle Auftragsbücher sind grundsätzlich ein positives Zeichen – können jedoch schnell zur Herausforderung werden. Genau das erlebte RZ OLDA Innovation AB im schwedischen Landvetter. Das Unternehmen fertigt hochpräzise Fräs- und Drehteile für unterschiedlichste Industrien und stiess mit den bestehenden Kapazitäten zunehmend an seine Grenzen. Gesucht wurde deshalb nicht einfach eine weitere Maschine, sondern eine Lösung, mit der sich die vorhandenen Ressourcen besser nutzen und die Maschinenlaufzeiten deutlich erhöhen lassen. Insbesondere der hohe Teilemix und Losgrössen von Einzelteilen bis hin zu Kleinserien verlangten nach einer flexiblen Automationslösung, die sich nahtlos in die bestehende Produktion integrieren lässt.
Nach intensiver Recherche entschied sich RZ OLDA für zwei neue Mazak CV500 5-Achs-Bearbeitungszentren in Kombination mit dem EROWA Robot Compact 80. Ausschlaggebend waren die kompakte Bauweise, die kurzen Rüstzeiten sowie die Möglichkeit, den Einstieg in die Automation ohne grossen Platzbedarf zu realisieren. Für das Unternehmen war dies der erste Schritt in Richtung automatisierter Fertigung – bewusst überschaubar, aber mit einer klaren Perspektive für zukünftiges Wachstum.
Die grösste Herausforderung lag nicht in der Installation des Roboters, sondern in der Anpassung der gesamten Fertigungsabläufe. Werkstücke mussten konsequent palettiert, Spannmittel standardisiert und Prozesse neu organisiert werden. Erst diese Standardisierung ermöglicht eine zuverlässige automatische Maschinenbeladung und schafft die Grundlage für reproduzierbare Fertigungsprozesse.
Heute umfasst die Fertigungszelle zwei EROWA Robot Compact 80, UPC-Paletten, ITS-Paletten sowie Rohteilspanner. Bereits rund 80 Prozent aller Werkstücke können automatisiert gehandhabt werden. Dadurch werden Rüstzeiten reduziert, Maschinenlaufzeiten erhöht und Produktionsabläufe deutlich stabiler gestaltet. Gleichzeitig konnten die Mitarbeitenden von wiederkehrenden Beladeprozessen entlastet werden und sich stärker auf ihre eigentliche Kernaufgabe konzentrieren: die präzise 5-Achs-Bearbeitung anspruchsvoller Werkstücke.
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die digitale Prozesssteuerung. Mit dem EROWA JMS Prozessleitsystem lassen sich Fertigungsaufträge flexibel priorisieren, Maschinen und Robotersysteme zentral verwalten und kurzfristige Änderungen effizient in die Produktion integrieren. Gerade bei einer hohen Variantenvielfalt sorgt diese Transparenz dafür, dass verfügbare Maschinenkapazitäten optimal genutzt werden können und ungeplante Stillstände reduziert werden.
Die Erfahrungen von RZ OLDA zeigen eindrucksvoll, dass Automation kein einmaliges Investitionsprojekt ist, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Neue Maschinen, neue Software, neue Arbeitsabläufe und neue Fertigungsstrategien mussten parallel eingeführt werden. Mit jeder standardisierten Palette, jedem automatisierten Auftrag und jeder zusätzlichen Maschinenstunde wächst jedoch die Effizienz der gesamten Produktion.
Heute kann das Unternehmen komplexe Präzisionsteile wirtschaftlich fertigen, die Auslastung der Maschinen kontinuierlich steigern und sich innerhalb der Unternehmensgruppe als Kompetenzzentrum für anspruchsvolle Fräsbearbeitung positionieren. Der wichtigste Erfolgsfaktor war dabei nicht die Grösse der Automationslösung, sondern der Mut, den ersten Schritt zu gehen und die Fertigung konsequent weiterzuentwickeln. Genau darin liegt die wichtigste Erkenntnis für Unternehmen, die ihre CNC-Produktion automatisieren möchten: Nachhaltige Produktivität entsteht durch das Zusammenspiel von Spanntechnik, Automation und intelligenter Prozesssteuerung – nicht durch einzelne Komponenten.